| Australien 2001 |
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5500km durch den roten Kontinent am
anderen Ende der Welt Tag
1 – 15. September 2001 Nach
einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht ging es recht früh am Morgen
Richtung Frankfurter Flughafen. Mir war im Gegensatz zu meiner lieben
Verwandtschaft ganz wohl bei dem Gedanken, in einem Flugzeug zu fliegen.
Fragt mich nicht warum, klar war ich geschockt und kann bis heute nicht
begreifen, wie sich ein Mensch so etwas krankes ausdenken kann. Doch ich
gebe zu, auch wenn es egoistisch klingen man, dass die Vorfreude, nach
Australien zu fliegen einfach größer war als alles andere. Da wir mit
Malaysia Airlines geflogen sind, bot es sich an auf dem Hinflug einen
Stopover in Kuala Lumpur zu machen und auch darauf hab ich mich sehr
gefreut! So also morgens um sieben ging’s mit einem Mietwagen nach
Frankfurt und ob Ihrs glaubt oder nicht, ich bin gefahren! Dort angekommen
eben das Übliche, Koffer aufgeben und hoffen, dass sie nicht zu schwer
sind, durch die Passkontrolle und aufs Boarding warten. Da wir einen sehr
großen Bogen um den afghanischen Luftraum geflogen sind, dauerte der Flug
statt 11 Stunden 12 ½ Stunden, was aber niemandem etwas ausmachte.
Eigentlich ging die Zeit auch recht schnell vorbei, gedankt sei Super
Mario und diversen Kinofilmen! Bei Malaysia Airlines hat jeder einen
eigenen kleinen Bildschirm und kann bis zum Umfallen spielen und fernsehen
oder sich chinesischen oder malaysischen Pop anhören...na ja es soll auch
Masochisten geben. Da flogen wir also durch die Zeitzonen und irgendwann
konnte ich sogar mal 3 Stündchen schlafen. Tag
2 – 16. September 2001 Morgens 7 Uhr in Kuala Lumpur...da landen Flugzeuge und heraus kommen völlig fertige Touris, die nicht mehr wissen ob es jetzt Tag oder Nacht sein soll. Nach einem gaaaaanz tollen Flugzeugfrühstück (na ja wenigstens warst vegetarisch) sind wir dann nach knapp 13 Stunden in einer etwas besseren Sardinenbüchse gelandet. Was mir im Nachhinein echt auffällt ist die Tatsache, dass alle Piloten von Malaysia Airlines zwar fliegen und landen können, aber beim Bremsen machen alle tierische Schlangenlinien, das lernt man bei denen wohl. Lobend erwähnen sollte ich vielleicht den sehr großzügigen Sitzabstand...tatsächlich 5cm mehr als alle anderen, das heißt man kann ab und zu sogar die Beine ausstrecken und wenn man unter 160cm ist kann man sogar verstecken spielen!
Tag
3 – 17. September 2001 Nach dem Frühstück aus dem Hotel auschecken, Gepäck abgeben und auf unseren Ausflugsbus warten. Wir hatten über Malaysia Airlines einen Ausflug zu den Batu Caves gebucht, berühmten Tropfsteinhöhlen in der Nähe von KL. Diese Höhlen beherbergen einen Hindu-Tempel und sind gleichzeitig ein mehr als beliebtes Ausflugsziel für alle Touris in KL. Nachdem man ziemlich viele Stufen hochgelaufen und mit Sicherheit völlig nassgeschwitzt ist sieht der Tempel samt Höhle auch nicht besser aus. Es sah aus wie auf einer Müllkippe, roch nach Gülle war insgesamt sagen wir mal nicht sonderlich berauschend. Nach 45 Minuten Aufenthalt ging’s weiter zu einer Batikfabrik...ja stellt’s Euch so vor wie eine Kaffeefahrt nur ohne die Heizdecken! Nach der Batik gab es Zinn und danach ein original malaiisches Haus, was an der ganzen Sache noch am interessantesten war. Zurück in KL und um einen Sarong reicher liefen wir zur Menora, dem Fernsehturm Kuala Lumpurs und neben den Twin Towers das höchste Gebäude der Stadt. Aufgrund des Regens, der jeden Tag dafür sorgte, dass die Luftfeuchtigkeit auch bloß nicht weniger wurde, war die Aussicht nicht ideal aber trotzdem schön.
Nach
einem weiteren Besuch in Chinatown und auf dem dazugehörigen Nachtmarkt
ging’s mit schwereren Koffern Richtung Flughafen. Um 22.30 Uhr Ortszeit
ging unser Flug nach Darwin, der zum Glück nur knappe 6 Stunden dauerte.
Zum Flughafen in KL kann ich nur sagen, dass man dort Schwierigkeiten hat
auch nur 2 Stunden totzuschlagen...übrigens hatte an diesem Tag mein
Vater Geburtstag, meine Eltern waren in der Türkei im Urlaub, aber wozu
hat man denn Handys? Tag
4 – 18. September 2001 Endlich
in Australien! Wieder um 7 Uhr morgens landeten wir in Darwin, Northern
Territory. Nachdem unsere Schuhe für sauber erklärt wurden und die Hunde
auch nichts Essbares in unseren Koffern erschnuppert hatten konnten wir
raus in die australische Sonne. Es war morgens schon recht heiß aber zum
Glück nicht so schwül wie in KL. Als ersten mussten wir wohl oder übel
zum Quantas Schalter um uns dort neue Flugtickets zu holen. Geplant war,
dass wir am 2. Oktober mit Ansett Airlines von Alice Springs nach Sydney
fliegen sollten. Einen Tag vor unserer Abreise aus Deutschland haben wir
aber mitbekommen, dass Ansett pleite ist und nicht mehr fliegt. Übers
Reisebüro haben wir dann noch einen Quantasflug ergattert, 2 Tage später,
was unsere Pläne ziemlich über den Haufen geworfen hat. Die Dame am
Quantas Flugschalter meinte nur, wir hätten Glück überhaupt noch einen
Flug bekommen zu haben. In ganz Australien gibt es nur 2 Airlines, die die
inneraustralischen Routen bedienen: Quantas und Ansett. Ihr könnt Euch
das Chaos vorstellen, das ausbricht, wenn eine davon pleite geht! Gut
nachdem wir also froh waren einen Flug bekommen zu haben kam der Schock,
als die Gute uns sagte, was der kostet....knapp 700 ASD!!! Der Ansettflug
kostete 400 DM und ob wir das Geld je wiedersehen, wissen wir bis jetzt
noch nicht. Kaum eine Stunde in Australien und schon läuft wieder was
schief, als ob das Theater mit dem Hotel in KL nicht gereicht hätte.
Leicht gefrustet und nicht wirklich in Hochstimmung fuhren wir dann zur
Britz-Vermietstation, wo wir unseren Bushcamper abholen sollten. Es lieg
auch alles glatt, wir bekamen unser Schiff und fuhren damit in die
Innenstadt von Darwin um uns etwas umzusehen und Lebensmittel einzukaufen.
Darwin ist eine recht kleine und übersichtliche Stadt. Es gibt ein paar Läden,
viele Souvenirs und viele Schüler, die sich an dem Tag auf Touristen stürzten
um eine Umfrage zu machen. Nachdem, wir einen Gruppe kichernder Mädels
entkommen waren, ging’s zu Woolworth...das sollte unsere
Lieblingssupermarktkette werden! Für knapp 3 Wochen einzukaufen war gar
nicht so einfach und alles im Auto zu verstauen auch nicht. Beim einräumen
bemerkten wir dann, dass der Kühlschrank und auch das Licht hinten im
Auto nicht funktionierten. Mein persönlicher Autospezialist tippte auf
eine kaputte Zweitbatterie...also was macht man, man fährt zurück zur
Vermietstation. Siehe da, die Batterie war tatsächlich kaputt und wurde
ausgetauscht...sollte nicht unser letzter Besuch dort gewesen sein.
Tag
5 – 19. September 2001 Lieder
blieb an diesem Tag nicht allzu Zeit uns den Park genauer anzusehen. Die
Windschutzscheibe hatte schon als wir den Wagen übernommen hatten einen
kleinen Schlag, von dem der Typ von der Vermietstation nur meinte das sei
schon ok. Naja durch das Gerüttle auf der Straße wuchs der Riss und wir
beschlossen mal wieder einen Besuch bei Britz zu machen und die Scheibe
austauschen zu lassen. Zusätzlich wollten wir auch mal fragen, wie es
denn mit passenden Matratzen fürs Bett wäre. Die überaus freundlichen
und liebenswürdigen Vollidioten von Britz tauschten zwar die Scheibe aus,
aber zum Thema Bett hieß es nur, dass das doch so richtig wäre. Auch der
wackelnde Schrank, der nur noch an einer Schraube hing war angeblich genau
so in Ordnung. Da mir die entsprechenden Wörter auf Englisch nicht gleich
einfielen sind wir halt wieder losgefahren, mit über einem halben Tag
weniger, dank Britz – Darwin (Werbung!!!). Tag
6 – 20. September 2001 Frühstück
am Billabong (Wasserloch) ohne ein einziges Krokodil, worüber ich mich
gefreut hab und Michi eher enttäuscht war. Deswegen wollte er auch
unbedingt di 20km Allradpiste zum Red Lily Billabong fahren, wo wir dann
schlussendlich auch gelandet sind. Angeblich feiern die Krokos dort massig
Parties, aber irgendwie haben wir die wohl verpasst, denn es war ein
richtig idyllisches Fleckchen wo außer uns keine Menschenseele war. Nur Vögel,
Blumen, Sumo und ein Billabong. Also zurück zum Kakadu Highway und ab und
zu anhalten, um die Aussichtspunkte zu genießen. Viele Flüsse waren
aufgrund der Trockenzeit ausgetrocknet ich denke es wäre mehr als
interessant mal alles zur Regenzeit zu sehen. Nach einem Stopp beim Bowali
Visitor Center fuhren wir zum Nourlangie Rock, an dem es Felszeichnungen
der Aborigines gibt. Dort war mehr los, da viele Ausflugsbusse von Darwin
aus hierherfahren. Die Zeichnungen sind faszinierend und der ganze Fels
hat irgendwie einfach eine Ausstrahlung. Klingt eventuell blöd ist aber
nicht anders zu beschreiben. Nach ein bisschen Kletterei gabs eine schöne
Aussicht auf Nourlangie und den dazugehörigen Anbangbang Billabong. Die
Weite ist irre, wo man hinschaut nur Landschaft und sonst nichts, für
einen durchschnittlichen Europäer ist das was ganz Neues. Da es
inzwischen schon später Nachmittag war entschieden wir uns für den
nahegelegenen Muirella Campground, wo es mal wieder massig Fliegen aber
auch eine schöne Dusche gab. Der Ranger dort war supernett und erklärte
uns ein wenig über die Jahreszeit, die die Australier Built-Up nennen und
die zwischen Trocken- und Regenzeit liegt. Kennzeichnend ist das schwüle,
heiße Wetter. Tag
7 – 21. September 2001 Nach
einer Dusche und einer Tasse Tee (Lemon Soother von Lipton, gibt’s
leider bei uns nicht) mal wieder zusammenpacken und ab Richtung Yellow
Water. Eigentlich wollten wir einen Abstecher zu dem bekannten Jim Jim und
Twin Falls machen, das wären einfach 60km Allradpiste gewesen und hätte
leider zu lange gedauert. Statt dessen wollten wir es an dem Tag zu den
Edith Falls knapp 200km südlich schaffen. Im Park schauten wir uns noch
Yellow Waters und die dazugehörige Cooinda Lodge, das erste Hotel im
Park, an. Danach die Barramundi Falls und noch einige Aussichtspunkte. Der
Kakadu NP ist über 20 000km² großund ist Teil des Weltkulturerbes!!!
Wie gesagt waren die Edith Falls unser Tagesziel, wo wir am Abend im Lower
Pool schwimmen konnten, den Campground Manager hab ich überhaupt nicht
verstanden, aber unseren Platz haben wir trotzdem gefunden. Tag
8 – 22. September 2001 Nach
einem Bad im Upper Pool der Edith Falls machten wir uns auf den Weg nach
Kathrine, der drittgrößten Stadt im Northern Territory und das mit grade
mal 11000 Einwohnern. Die Stadt ist echt nett, es gibt einen Woolworths,
mehrere Tankstellen und ein paar nette Lädchen. Kathrine ist bekannt für
die Kathrine Gorge, eine wunderschöne Schlucht, die von Jahr zu Jahr mehr
Besucher anzieht. Kathrine liegt direkt am Stuart Highway, der von Darwin
über Alice Springs nach Adelaide führt. Nach dem Einkaufen fuhren wir
die 30km bis zum Campground, wo wir nette Wallabies (kleinere Känguruhs)
als Mitbewohner hatten. Für den Nachmittag entschlossen wir uns zu einer
Bootsfahrt auf dem Kathrine River, die 2 Stunden dauerte und sich schon
gelohnt hat. Kathrine Gorge wird übrigens auch Nitmiluk National Park
genannt, der ursprüngliche Name stammt aus der Sprache der Jawoyn, des
Aborigine Stammes, der vor der Ankunft der Weißen dort lebte. Zum Them
Aborigines möchte ich erst am Ende noch was sagen.
Tag
9 – 23. September 2001 Dieser
Tag war ein reiner Fahrtag von Kathrine auf dem Victoria Highway Richtung
Kununurra in Western Australia. An der Strecke gibt es nicht allzu viel zu
sehen, man fährt zwar durch den Gregory NP, da der jedoch relativ weit ab
von den normalen Touristrecken ist, gibt es dort noch nicht sehr viel.
Kurz vor der Grenze zu Westaustralien liegt der Keep River NP, wo wir übernachteten.
Über die Grenze wollten wir nicht, da wir erst in Kathrine Obst und Gemüse
gekauft haben, das man leider nicht über die Grenze nehmen darf. Die
Australier sind da unerbittlich und der Grenzposten hat am nächsten Tag
auch fast sämtliche Schränke nach frischem Obst und Gemüse
durchsucht...na ja einen Kohlrabi hat er nicht gefunden. Keep River ist
ein relativ kleiner Park, der aber wunderschöne Felsformationen besitzt.
Auf dem Campground war vergleichsweise wenig los und mit 3,20 AUD pro
Person war er richtig billig. Die Fliegen waren hier relativ gnädig und
so war auch der Abend recht gemütlich.
Tag
10 – 24. September 2001 Morgens
machten wir eine kleine Wanderung im Flussbett des ausgetrockneten Keep
Rivers, vor allem weil wir die Felsenmalereien sehen wollten, von denen
unser Reiseführer so schwärmte. Wir haben sie dann auch gefunden und die
waren schon ganz schön, eine neue Fliegensorte machte das Laufen aber
nicht grade zu einem Vergnügen. Diesmal waren es nämlich fiese beißende
Fliegen, deren Bisse richtig weh taten. Nach der Entdeckung der neuen
Fliegen überquerten wir die Grenze und eine Zeitzone, also Uhr um 1,5
Stunden zurückstellen. Westaustralien ist mit über 2,5 Millionen km²
der größte Bundesstaat Australiens und hat grade mal 1,8 Millionen
Einwohner, davon leben alleine in Perth, der größten Stadt, 1,2
Millionen. Diejenigen von Euch, die ab und zu mal fernsehen kennen
vielleicht Malcolm Douglas, den Superaustralier. Seine Serie dreht er fast
ausschließlich in Westaustralien und meist in den Kimberleys, wohin wir
jetzt fahren wollten. Zuerst aber fuhren wir zu Lake Argyle, dem größten
Stausee Australiens, der wirklich riesig ist und irgendwie nicht ganz in
die Landschaft passt. Nur wenige Kilometer sind es von hier nach Kununurra,
der grünen Hauptstadt des Nordens, wie sie genannt wird. In Wirklichkeit
ist es keine richtige Stadt, für europäische Verhältnisse eher ein
ziemliches Kaff in dem es aber immerhin Briefmarken für meine ganzen
Postkarten gab, den Briefkasten hab ich allerdings nicht gefunden. Tag
11 – 25. September 2001 Der
erste Teil der Gibb River Road lag jetzt hinter uns und endlich gab es ein
paar interessante Sachen an der Strecke. Zuerst ging es zur Adcock Gorge,
von der unser Reiseführer schwärmte. Eigentlich sollte man dort toll
baden können, es gab auch Wasser, das war aber blöderweise circa 20m
weit unten in der Schlucht. Da wir schon ne kleine Weile keine Dusche mehr
gesehen hatten machten wir uns schleunigst auf zur nächsten Schlucht, der
Galvans Gorge. Auf dem Parkplatz hatte ich noch so meine Zweifel, dass da
im Umkreis von 10 km überhaupt Wasser ist, aber nach ein bisschen Laufen
waren wir da und es war traumhaft schön! Ein kleiner Wasserfall floss über
mehrere Felsvorsprünge in einen Badepool. Zusammen mit ein paar
Australiern genossen wir das klare und halbwegs kühle Wasser in dieser
friedlichen „Oase“. Tagesziel
war heute Bell Gorge und der dazugehörige Silent Grove Campground. Der
war mit Abstand der teuerste Campingplatz der drei Wochen, dafür gab’s
aber einen gepiercten Ranger und jede Menge Beißfliegen. Tag
12 – 26. September 2001 Der
dritte und letzte Tag auf der Gibb River Road. Mitten im Nichts tauchten
da plötzlich Schilder auf: „Roadwork ahead“! Erst mal dachte ich die
veräppeln mich jetzt aber siehe da...es tauchten jede Menge Bagger und
Bauarbeiter auf, die da fleißig die Straße ausbesserten. Die Straße ist
eine Dirt Road, also nichts betoniert..aber die Australier kümmern sich
auch darum, fand ich schon klasse. Vor der Abzweigung Richtung Halls Creek
guckten wir uns noch die Lennard Gorge an. Zu der gelangt man nur über
eine 20km lange Allradpiste, die jedem Offroadfreak gefallen würde...meiner
musste natürlich unbedingt da hinfahren. Als wir endlich an der Schlucht
ankamen dachte ich, ich spinne, denn da stand ein Bus voller Touris!!! Tag
13 – 27. September 2001 Nachdem wir die restlichen 200 km nach Halls Creek gefahren waren wurde erst mal eingekauft und getankt. In der Nähe der Stadt gibt es Chinese Wall, eine Quarzformation, die ein wenig an die Große Mauer erinnert. Sonst gibt es in Halls Creek nichts viel, außer schweineteurem Wasser und Benzin. Oh und ich hab dort endlich einen Briefkasten gefunden, vielleicht dauerte es deswegen so lange, bis die Karten ankamen.
Tag
14 – 28. September 2001 Was
macht der Mensch in der Wüste am Morgen? Kaffee trinken, es war Freitag
und somit hatte das Roadhouse Rabbit Flat geöffnet. Eigentlich ist der
Kauz, der dort von Freitag bis Montag Kaffee und sonstige lebenswichtige
Sachen an den Touri bringt Meteorologe und macht Wetterberichte. Irgendwie
beneidenswert, ab und zu fahren irre Japaner auf dem Motorrad vorbei und
ansonsten hat man seine Ruhe und ist alleine...ich sollte mir doch überlegen,
ob ich nicht was anderes studieren sollte ;-)
Tag
15 – 29. September 2001 Nach
einem kleinen Einkaufsbummel und ausgiebeigen Preisvergleichen zwischen
den einzelnen Galerien ging es endlich Richtung Uluru (Ayers Rock)! Auf
dem Weg dorthin liegt Rainbow Valley wo es schöne, bunte Felsen gibt.
Ansonsten ist es eben eine Straße...lang und langweilig. Uluru liegt
circa 450km von Alice entfernt und ist einfach die bekannteste
Touristenattraktion Australiens. Wenn man Richtung Uluru fährt, kommt
circa 50 km vor dem eigentlichen Parkeingang Mt. Connor, ein Tafelberg,
den man für Uluru halten könnte. Also lasst Euch da nicht reinlegen. Tag
16 – 30. September 2001 Dieser Tag war komplett reserviert für Uluru und Kata Tjuta. Ich nenne die beiden Sachen extra nicht Ayers Rock und Olgas, da ich die ursprünglichen Namen für passender halte. Immerhin sind diese Namen schon um einiges älter und passender. Kata Tjuta z.B. heißt viele Köpfe und genauso sehen die Olgas ja auch aus. Der Park steht unter der Verwaltung der Aborigines, die das Gebiet nach langem Kampf zurückerhalten haben aber nur, sofern sie auch weiter 99 Jahre die Besteigung des Uluru zulassen. Das ist noch so ein Thema...viele Menschen denken, dass sie unbedingt auf den Felsen klettern müssen und das obwohl die Aborigines ausdrücklich darum bitten, nicht hinaufzuklettern. Für die australischen Ureinwohner ist Uluru eine heilige Stätte mit vielen Orten, die eine spezielle Bedeutung haben. Den Weg, den man „The Climb“ nennt haben die Urahnen oder Traumzeitwesen genommen und darum ist er heilig. Stellt es Euch einfach so vor, als würde man in einer Kirche ein Heavy Metal Konzert veranstalten oder als würde man auf der Kaaba einen Stepptanz veranstalten. Ich würde da nie hochklettern wollen, da ich der Meinung bin, dass man andere Kulturen respektieren sollte. Mit der Meinung war ich aber ziemlich alleine unten den Touristenmassen.
Tag
17 – 01. Oktober 2001 Es
hieß Abschied nehmen von Uluru, war sicher nicht das letzte Mal. Unser nächstes
Ziel hieß Kings Canyon circa 250 km entfernt. Dort haben wir die 7,6 km
lange Wanderung am Rande des Canyons gemacht und wer dort ist, sollte das
auch unbedingt machen. Nur so sieht man die ganze Schönheit der Felsen
und den Garden of Eden, ein Wasserloch im hinteren Teil des Canyons. Trotz
Ballon in Knie fand ich die Lauferei richtig gut und statt der angegebenen
3 Stunden brauchten wir für die Runde grade mal anderthalb Stunden. Auf
der Mereenie Loop Road (Permit erforderlich entweder in Alice Springs oder
Kings Canyon Resort) fuhren wir anschließend ins Palm Valley. Tag
18 – 02. Oktober 2001 Nur
Palm Valley gibt es noch Exemplare der sogenannten Red Cabbage Palm, einem
Überbleibsel des tropischen Regenwaldes, der vor Millionen Jahren ganz
Australien bedeckte. Diese Palmenart gibt es sonst nirgendwo mehr auf der
Welt, genau wie eine Farnart, die ebenfalls zu den Urzeitpflanzen zählt. Tag
18 – 03. Oktober 2001 Schon
am Morgen gab es dicke Wolken und es war immer noch lausig kalt. Sumo
kriegte seine Endreinigung und die Koffer wurden halbwegs gepackt. Nach
einem kurzen Spaziergang in die Trephina Gorge fing es an zu regnen und
wir fuhren schnellstmöglich nach Alice und gaben dort unser Auto ab. Zwar
funktionierte der Kühlschrank, die Windschutzscheibe war auch noch ganz.
Aber die Karre hatte auf den 5500km knapp 10l Öl gesoffen...der Schrank
hing im 45° Winkel von der Seitenwand und es gab noch so ein paar diverse
Kleinigkeiten. Fazit: Nehmt kein Auto von Maui oder Britz! Und mietet das
Ding schon gar nicht in Darwin an und wenn’s nicht anders geht sagt der
Vollidioten einen lieben Gruß. Tag
19 – 04. Oktober 2001 Morgens
früh raus, denn Kleinanja hatte sich dann doch durchgerungen sich ein
Bild zu kaufen doch leider machte der Laden erst um 10 auf und der Bus zum
Flughafen ging um 10.30 Uhr. Zum Glück war das Bild noch da ,wurde
schnell eingepackt, wir kriegten ein Taxi zum Hotel und wir erwischten den
Bus, also alles hat geklappt.
Tag
21 – 05. Oktober 2001 Ein
Tag Sydney mit allem, was dazugehört: The Rocks, Opernhaus, Harbour
Bridge, Botanischer Garten, Wharf und
Downtown. Was wir an diesem Tag feststellten ist die Tatsache, dass
man Sydney ziemlich gut zu Fuß erlaufen kann denn meistens ist man zu Fuß
schneller als mit der S- oder U-Bahn. Abends waren wir zwar ziemlich ko
aber schön war’s auf jeden Fall. Ursprünglich wären wir ja 4 Tage in
Sydney geblieben, doch dank Ansett und dem späteren Flugtermin blieben
grade mal knappe 2 Tage übrig. Schade, aber das letzte Mal war ich ja
nicht Down Under, so viel ist schon mal sicher.
Tag
22 – 06. Oktober 2001 Nach
einem kurzen Einkuafstripp zu Paddy’s Market über der Straße mussten
wir schon zum Flughafen. Vor uns lagen 23 Stunden Flug und 2 Stunden
Aufenthalt in Kuala Lumpur. Aber wieder wurde der Flug dank Super Mario,
Moulin Rouge, Bridget Jones, Ritter aus Leidenschaft und Chinapop halbwegs
erträglich. Tag
23 – 07. Oktober 2001 Irgendwann
kam dann das Frühstück und es waren nur noch 2 Stunden Flug übrig. Wir
befanden uns über Italien und 20 Stunden Flug lagen hinter uns. Es war
Sonntag und geschlafen hatte ich nicht mehr als 3 Stunden. Gegen 7 Uhr und
mit knapp 2 Stunden Verspätung landeten wir dann in Frankfurt und wieder
konnte der Pilot nur in Schlangenlinien bremsen. Draußen hatte es 17
Grad, es regnete und der Himmel war grau. Und als der nette Zollbeamte
rumschnauzte wusste ich genau: Du bist wieder zuhause. Irgendwie hab ich
es geschafft, an dem Tag bis um acht Uhr abends durchzuhalten und wach zu
bleiben, der erwartete Mega-Jetlag blieb aus und ja, ob Ihr es glaubt oder
nicht, das wars! |
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| Der Weidenzweig wird durch die Last des Schnees nicht gebrochen. |